Eine Runde Schiggen für die Chicks

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Letztens bin ich mal nachts auf einem dieser Telefonspiele-Sender hängengeblieben. Zwei junge, nicht unattraktive Ladies gaben einen Buchstaben vor und dazu in etwa den Satz „Was wir gestern gegessen haben.“ Zum Anfüttern gabs ein G und der erste Anrufer löste gleich auf: „Gulasch“. Angeblich war ihm das spontan eingefallen. Nun gut, ich hätte wohl eher an „Geraspeltes Birnenkompott“ oder „Graupensuppe mit Möhrchen“ gedacht – aber egal. Vielleicht war der Anrufer auch nur Mehmet, der Schwager der linken Blondine da auf der Mattscheibe.

Dann wurde es höllisch schwierig: „S“. Nachdem die einfachsten Begriffe, wie „Suppe“ oder „Spinat“ per Anrufer aus dem Rennen waren, ließen die Mädels verlautbaren, dass es sich um was ganz ekliges handelt. Nun gut, wenn die beiden sowas essen. – Mich durchfuhr es: „Saumagen!“ … und mein Blick wanderte zum Telefon. Ok, der Blick war nur angetäuscht – ich widmete mich wieder der Sendung und erfuhr von Leckereien, wie „Scampis“, „Seegarnelen“ oder „Sushi“. Alles falsch.

Aber die Pointe ließ nicht lange auf sich warten als Karl-Rudi aus Herne* anrief und in Gedanken schon den Jackpot bei seinem Ferrarihändler ausgebend in sein Telefon nuschelte: „Schiggen Mäck Naggeds.“

Ok, die beiden Chicken waren sichtlich amused.

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* Namen und Ort von der Redaktion geändert.

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