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  • Durch die Jahrzehnte: Bad Blankenburgs runde Jubiläen (Januar 2016)

    Durch die Jahrzehnte: Bad Blankenburgs runde Jubiläen (Januar 2016)

    Ein neues Jahr hat begonnen und deshalb beinhalten die folgenden Jubiläen nicht nur den jeweiligen Januar, sondern auch die Ereignisse, die keinem bestimmten Datum zuzuordnen sind.

    Vor 620 Jahren – irgendwann im Jahre 1396
    Die Zeigerheimer zeigen’s allen
    Die wohl älteste ländliche Kirche der Oberherrschaft von Schwarzburg-Rudolstadt wird im Ortsteil Zeigerheim nur 33 Jahre nach dessen Ersterwähnung fertig gestellt. Sehenswert ist der gotische Schnitzaltar mit dem Schutzpatron des Weinbaus (St. Urban), der auf diesen einstigen Erwerbszweig der Zeigerheimer hinweist.

    Vor 140 Jahren – an einem schönen Tag im Jahre 1876
    Die Blankenburger lassen nichts mehr anbrennen
    Die Freiwillige Feuerwehr Blankenburg wird gegründet.

    Rathaus mit Sparkasse

    Vor 130 Jahren – an einigen bemerkenswerten Tagen im Jahre 1886
    Es wird gründlich gegründet
    Die „Schwarzatal-Zeitung“ erblickt als Nachrichtenblatt für Blankenburg und das Schwarzatal 1886 das Licht der Welt. Bis 1941 unterrichtet sie die Einwohner und Gäste über das hiesige Geschehen und auch so manche kuriose Begebenheit.
    Weniger kurios, aber auf jeden Fall einen Bericht wert, zeigt sich im selben Jahr die erste Konferenz der evangelischen Allianz, ins Leben gerufen von Fräulein Anna von Weling. Noch heute treffen sich alljährlich mehrere Tausend Christen aus diesem Anlass in Bad Blankenburg. Zwanzig Jahre später – also genau vor 110 Jahren – wird die Konferenzhalle gebaut.
    Ebenfalls 1886 gründet sich die Sparkasse in Blankenburg. Ihr Domizil ist damals, wie auf alten Postkarten schön ersichtlich, im Rathaus.

    Vor 120 Jahren – und wiederum an einigen Tagen des Jahres 1896
    Signifikante Verbesserungen im Wasser-, Fäkalien- und Nachrichtentransport
    Mit der Vollendung von Wasserleitungen und Kanalisation tritt Blankenburg in eine neue Epoche der infrastrukturellen Ausstattung ein. Auch das neue Kaiserliche Postamt wird an der Straße von der Stadt zum Bahnhof errichtet – nicht zu verwechseln mit dem heutigen Postfilialchen.

    Vor 120 Jahren – am 6. Januar 1896
    Natürlich gesund – noch ganz ohne Lavendel
    Der Naturheilverein gründet sich mit 21 Mitgliedern.

    Vor 90 Jahren – ganz bestimmt an einem sonnigen Tag im Jahre 1926
    Bergfest
    Hausberg und Kesselberg werden zu Naturschutzgebieten erklärt.

    Vor 60 Jahren – mitten im Jahr 1956
    Bad Blankenburg bildet sich weiter
    Die Schule in der Siedlung wird ab diesem Schuljahr als Mittelschule geführt, die Turnhalle ist fertig gestellt.

    Vor 40 Jahren – im Januar 1976
    Nicht nur für Promenadenmischungen
    Von der Schwarzabrücke, Nähe FDGB‑Erholungsheim „Magnus Poser“ bis zum Eingang Badewäldchen wird ein Promenadenweg gestaltet.

    Vor 20 Jahren – am 1. Januar 1996
    Das Badewäldchen-Gaststätten-Revival
    Über dem Supermarkt in der Bad Blankenburger Siedlung eröffnet das Restaurant „Am Badewäldchen“. Nachdem zuvor einem Chinesischen Restaurant kein Erfolg beschieden war, gelingt es auch dieses Mal der Gastronomie nicht, auf Dauer dort Fuß zu fassen.

    Vor 20 Jahren – am 2. Januar 1996
    Neuer Fremdenführer
    Charly B. ist neuer Geschäftsführer der Fremdenverkehrsgemeinschaft für Bad Blankenburg und Umgebung. Sein Vorgänger, Rolf O., scheidet aus gesundheitlichen Gründen aus diesem Amt.

    Vor 10 Jahren – im Januar 2006
    „Die Vögel“ – Ein Thriller vom Greifenstein
    Greifenstein-Falkner Hampl-van der Kolk hat vorerst seine Flugvorführungen eingestellt. Während seiner einjährigen Tätigkeit verlor er etwa die Hälfte seiner ca. 40 Vögel. Allein Ende Dezember 2005 verschwanden acht Tiere vermutlich durch Unbekannte. Die Kriminalpolizei ermittelt.

    Vor 10 Jahren – im Januar 2006
    Zwei Neue schneiden scharf ab
    In der Oberen Marktstraße eröffnet der Friseursalon „haareszeit“, in der Bahnhofstraße das „Sultan-Grill & Pizza-Haus“.

    Vor 10 Jahren – im Januar 2006
    Watzdorfer Bier in aller Munde
    Ein Kamerateam des MDR-Thüringenjournals begleitet am 5. Januar Mönche des Klosters Werninghausen (bei Erfurt) auf ihrem Besuch in der Watzdorfer Traditions- und Spezialitätenbrauerei. Eine knappe Woche später kürt der bierclub.de das Watzdorfer Schwarzbier zum Bier des Monats.

    Vor 10 Jahren – am 25. Januar 2006
    Neue Vitalität für alte Häuser mit Antennentechnik
    Im Beisein von Ministerpräsident Althaus wird in der Landessportschule das neu gebaute Regenerations- und Wellnesszentrum „Vitalion“ eröffnet. In das Objekt wurden etwa 2,5 Mio Euro investiert.
    Einen Tag später besucht die Thüringer Landtagspräsidentin Prof. Dr. Dagmar Schipanski mit dem leider im April 2015 verstorbenen Landtagsabgeordneten Gerhard Günther (beide CDU) mehrere Unternehmen im Landkreis, so auch die Antennentechnik ABB Bad Blankenburg.

  • Durch die Jahrzehnte: Bad Blankenburgs runde Jubiläen (April 2015)

    Allen meinen Seitenbesuchern und -innen wünsche ich ein frohes Osterfest und starte gleich mal durch in die April-Jubiläen, die ja dieses Jahr vor allem im Zeichen des 70. Jahrestages des Kriegsendes 1945 stehen.

    Vor 70 Jahren – April 1945
    Am 1. April beginnt die Besetzung Thüringens durch die 3. US-Armee unter dem legendären Lieutenant General George S. Patton Jr. als Teil der 12. US-Armeegruppe. Der deutsche Widerstand ist verhalten, so dass schon am 11. April Weimar erreicht und das KZ Buchenwald befreit wird.

    Die Stadtbrücke vor ihrer Zerstörung 1945
    Die Stadtbrücke vor ihrer Zerstörung 1945

    Bad Blankenburg, das bisher von den Kriegsereignissen mehr oder weniger verschont geblieben war, erlebt zwei Tage zuvor (9. April) einen amerikanischen Bombenangriff. Unklar ist, ob dieser einem nahe gelegenen anderen Ziel gilt oder die Besatzungen auf dem Rückflug nur Ballast los werden wollen. Sechzehn Einwohner werden getötet und acht Häuser zerstört.
    Drei Tage später (12. April) treffen die Spitzen der Amerikaner nach Artillerievorbereitung, die vornehmlich die Stadthalle trifft, von Watzdorf kommend in der Stadt ein. Der amtierende Bürgermeister Hermann Petersilge (Bürgermeister Georg Kaysser weilt seit 1939 im Felde) übergibt Bad Blankenburg am Abend kampflos an die Besatzer, die bis zum Juli bleiben, um dann von der Sowjetarmee abgelöst zu werden. Allerdings kann Petersilge nicht verhindern, dass Endsieg-Hardliner zuvor noch die beiden wichtigen Verkehrsbrücken (Straße und Eisenbahn an der Stadthalle) über die Schwarza sprengen.
    Später bringt er seine Erlebnisse in diesen Stunden mehrseitig zu Papier und streicht dabei mehrfach seine (zweifellosen) Verdienste (Rettung der Vaterstadt unter Einsatz des eigenen Lebens) heraus. Heute trägt eine Straße im Gewerbegebiet seinen Namen.

    Vor 60 Jahren – 12.04.1955
    In der Siedlung wird eine neue 24-Klassenschule als „Oberschule im Aufbau“ mit fünf Fachkabinetten übergeben.
    Zehn Jahre später erhält diese am 12. April 1965 den Namen POS (Polytechnische Oberschule) „Friedrich Fröbel„.
    Mit einer großen Festveranstaltung und im Beisein von Kreisschulrat Horst Gütter und dem ersten Schuldirektor Kurt Bähringer wird im April 1975 in der Stadthalle der 20. Jahrestag der Gründung gefeiert.
    Wiederum zehn Jahre später begeht man das Jubiläum mit einer ganzen Festwoche.
    Nach der Wende beherbergte das Gebäude noch das Friedrich-Fröbel-Gymnasium Bad Blankenburg. Dann erfolgte eine Abwertung zur Außenstelle des Rudolstädter Gymnasiums, seit 2014 steht es leer.

    Vor 40 Jahren – April 1975
    Zahlreiche Helfer des Wohnbezirkes 3 Bad Blankenburg starten Mach-mit‑Einsätze am Wegebau zwischen Stadthalle und Dr.-Hans‑Loch‑Straße. Unterstützt werden sie dabei vom Patenbetrieb VEB Elektrogeräte.