Von Karneval und anderen Beerdigungen

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Es gab in den letzten fünf Jahren zwei Anlässe zu denen ich eine Krawatte getragen habe: Beerdigungen und Karneval.

Eigentlich eine hübsche Dialektik – Beerdigungen sind meist so unerträglich traurig, dass es weh tut und Karneval ist eigentlich immer so unerträglich lustig, dass … naja …

Gestern bin ich so wieder auf Arbeit gestiefelt, eine alte Krawatte im Rucksack um den Mädels eine Freude zu machen (und von anderen abschneidbaren Teilen abzulenken). Während es bei Beerdigungen eher unvorteilhaft ist, dass ich keinen Krawattenknoten kann, war es gestern kein Problem: Ungeduldig mit der Schere klappernd banden mir die netten Ladies das Ding sogar perfekt, bevor es fachfrauisch gekürzt wurde. Noch eine Ladung bunte Papierschnipsel verteilt, ein „Helau“ intoniert und Weiberfastnacht 2006 war überstanden.

Wer nun glaubt, dass ich Karneval nicht mag – mit seiner militärisch-zackigen Lustigkeit auf wollemersereinlasse-Befehl, der sei erinnert, dass ich mich ja sogar kostümiert hatte! Wenns auch nur mit einer Krawatte war!

Die Karawane zieht weiter …
Gottseidank!

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